Samstag, 2. Februar 2013

Mondgestalten

Im Mondschein, wie man weiß, tummelt sich das seltsamste Getier (jenseits von den gewöhnlichen Werwölfen und sich exponentiell ausbreitenden Vampiren). Nicht nur den kleinen Hinze aus dem Häwelmann von Theodor Strom trifft man an, der die Sterne nachmacht und ganz keck auf die Frage, was er dann da mache, zur Antwort gibt, dass er illuminiere (es handelt sich um eine Katze). 

Da gibt es auch Mieter Pieps mit schicken Zylinder und edlen Schnürstiefeln. An sich ist er eine wichtige Person auf dem Finanzmarkt - ein global Player. Mit seinen drei Beinen flitzt er geschickt über das Börsenparkett. Den Mondschein schätzt er wegen seiner regenerierenden Wirkung.

Manchmal begleitet ihn Madame Champignon. Auf ihrem Kopf wachsen die köstlichsten Pilze. Aber nicht nur deswegen wird sie für viele Modenschauen gebucht. Auch ihre langen Beine sind gefragt.


Señor Fish ist ein etwas trübsinniger Zeitgenosse. Die meiste Zeit verbringt er damit am Grunde eines morastigen Altwasserarmes der Donau zu liegen und sich Gedanken darüber zu machen, wie er das Glitzern seiner Schuppen erhalten kann. Denn mit dem Alter schwindet immer mehr der Glanz. Ein Quacksalber riet ihm (der auch seine Tinkturen im Fernsehen vertreibt), eine Algenpackung zu verwenden und im Mondschein herum zu spazieren. Durch die viele Bewegung ist nur der Kolesterinspiegel von Señor Fish zurückgegangen. Der stumpfe Glanz seiner Schuppen ist nicht verschwunden. Armer Señor Fish!

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